Incident Reporting

Fehler in der Medizin gehören zu den zehn häufigsten Todesursachen in Deutschland.
Zu viele Patienten in Kliniken und Krankenhäusern erleiden aufgrund unbeabsichtigter Fehler während ihrer Behandlung einen Folgeschaden. Fast die Hälfte dieser Fehler ist jedoch potentiell vermeidbar. Berichtssysteme für kritische Zwischenfälle – auch Incident-Reporting-Systeme oder CIRS genannt – können helfen diese Fehler zu verhindern.

Fehler in der Medizin haben ihren Grund meist nicht in mangelndem Fachwissen, sondern sind durch eine Vielzahl verschiedener Faktoren bedingt. In etwa erschweren die steigende Arbeitsbelastung, Probleme in Teamwork und Kommunikation, unzureichende Ressourcen, Arbeit unter Stress und Zeitdruck oder ein suboptimales Arbeitsumfeld das exakte und ruhige Arbeiten. Es kommt oft zu Komplikationen und unerwarteten Schwierigkeiten.
Incident Reporting Systeme dienen der anonymen Erfassung sicherheitsrelevanter und kritischer Ereignisse in der Patientenversorgung. Incident Reporting Systeme untersuchen mit einer systematischen Analyse Ursachen und beitragende Faktoren der kritischen Ereignisse und decken diese latenten Schwachstellen auf, sodass auf die offengelegten systemischen Schwachstellen angemessen reagiert werden kann.

Ziel des Einsatzes von Incident Reporting Systemen ist, die Schwachstellen im System zu erkennen und Fehlerquellen abzuschalten, noch bevor ein Patient zu Schaden kommt. Berichtssysteme für kritische Zwischenfälle sind somit Auslöser für Lernprozesse und Veränderungen im medizinischen Arbeitsalltag, die zu einer proaktiven Erhöhung der Patientensicherheit führen.
Das tüpass entwickelt und betreibt seit 2005 das Incident-Reporting-System pasis (Patientensicherheits- und Informationssystem). Mit über 2300 Fallberichten gehört pasis zu den größten Systemen im deutschsprachigen Raum.
Mehr zu pasis können sie hier erfahren: pasis.de