simparteam

Die Arbeitsgruppe „Behandlungsfehlerregister“ des Aktionsbündnis´
Patientensicherheit e. V. hat 2010 eine koordinierte Auswertung zum Thema
Geburtsschäden durchgeführt und dabei die Faktoren ermittelt, welche am
häufigsten zu fehlerhaften Abläufen während einer  Geburtssituation führen können.

Zu diesen Faktoren gehören:

  • unklare Verfahrensregelungen im Kreißsaalteam in Notfallsituationen
  • Kommunikationsstörungen im geburtshilflichen Team
  • verzögerte oder nicht durchgeführte Schnittentbindungen
  • Wehenschreiber-Versäumnisse und -Fehldeutungen

Um die Sicherheit für Mutter und Kind in Notfallsituationen während der Geburt zu erhöhen und die genannten Fehlerursachen zu reduzieren, haben Mitglieder der Arbeitsgruppe mit weiteren Partnern (unter Leitung des MDK Bayern) die Initiative zum interdisziplinären Projekt SIMPARTEAM ergriffen. Das TüPASS und weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe haben ein eineinhalb- bzw. zweieinhalbtägiges Training für geburtshilfliche Teams entwickelt. Das bereits in anderen Hochrisikobereichen, wie zum Beispiel der Luftfahrt,  durchgeführte Team-Trainingskonzept (Crisis Resource Management) wurde von der Arbeitsgruppe erstmals auf die Geburtshilfe übertragen. In sieben Kliniken unterschiedlicher Größe und Versorgungsstufe wurde dieses Trainingskonzept als Projekt bereits durchgeführt und evaluiert.

Programmbestandteile des Trainingskonzepts sind:

  • Vermittlung von Grundlagenwissen
  • Wehenschreiber-Schulung für Hebammen und Geburtshelfer
  • Skills-Training in erweiterter Neugeborenen-Erstversorgung
  • CRM-Training mit Simulatoren, Videoaufzeichnung und Debriefing
  • Anleitung zur Nutzung von Fehlermeldesystemen
  • Anleitung zur Erarbeitung lokaler Kreißsaalleitlinien oder Checklisten

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